Vergilbte Dramen und Elektroküsse

Mich gibt es

halb fünf morgens, kein schlaf. Die Nacht blendet meine Augen. Wie immer lieg ich wach, regungslos, schatten an der decke; zerfranstes Grau mit Pinkstich. Das Pochen in meinem Kopf und in mir drin zerreißt die stille. Träume? heute nicht, so geht das schon lange. ich kann nicht mehr träumen, kann keine bilder mehr sehen, will auch nichts mehr sehen. blutrausch, und ich weine deinen namen ins kissen.

 

Ach, diese Geschichte hat kein Ende, endlos Schleife, so wie sie auch eigentlich keinen richtigen Anfang hatt. Ich bin da hineingerutscht, irgendwie, und alles hat sich so schön entwickelt. es hat so schön gepasst, um dann abrupt zu enden ohne Aussicht auf Fortsetzungen und alles, was ich jetzt noch habe sind ein paar Wörter. Aber es ist ja auch  meine eigene Schuld. Ich bin wieder weg gelaufen (Ich frag mich immer öfter, ob ich irgendwann endlich ankomme oder mich auf dem Weg verlaufen habe, weil ich vergessen habe, wieso ich überhaupt losgelaufen bin). Was ich mir von dieser Flucht erhoffe, weiß ich selber nicht genau. Weg von hier, ja. Aber wo ist weg? Weg von dir? Weg von mir? Aber ich habe ja eh nichts mehr zu verlieren. Uns hab ich schon verloren. Für mich gibt's keine Bonusrunde. Und auch keinen Hauptpreis.

 

11.10.06 17:44

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